Veröffentlicht am 27.11.2018   GMSE GmbH

Ingenieursbarbies: Deutschland braucht Frauen als Innovationsmotor

Seit August gibt es auf dem Spielzeugmarkt eine Barbie als Robotik-Ingenieurin. Doch im wahren Leben fehlen der Industrie weibliche Eigenschaften, behauptet ein Personalexperte für Technik.

18 Prozent, das ist der Anteil von erwerbstätigen Frauen in Ingenieursberufen (Mikrozensus 2014). Schon im Grundschulalter werden Kinder so sozialisiert, dass Fünftklässlerinnen sich in naturwissenschaftlichen Disziplinen für weniger begabt halten (DIW Berlin 2017) als gleichaltrige Jungen. Seit kurzem fördert der Spielzeughersteller Mattel mit seiner Ingenieursbarbie laut eigenen Angaben „das Interesse von Mädchen für MINT-Fächer“. Doch bis die Kinder von heute ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, werden die männlich dominierten Ingenieursteams weiterhin durch das Fehlen von Frauen gebremst. Denn, so meint ein Personalexperte, mehr Frauen können die Kreativität und das Wohlbefinden in der technischen Arbeitswelt deutlich steigern.

 Pressemitteilung
Unternehmen / Arbeitsplatz / Industrie

Ingenieursbarbies: Deutschland braucht Frauen als Innovationsmotor
Seit August gibt es auf dem Spielzeugmarkt eine Barbie als Robotik-Ingenieurin. Doch im wahren Leben fehlen der Industrie weibliche Eigenschaften, behauptet ein Personalexperte für Technik.

 
Offenbach, 26. November 2018 – 18 Prozent, das ist der Anteil von erwerbstätigen Frauen in Ingenieursberufen (Mikrozensus 2014). Schon im Grundschulalter werden Kinder so sozialisiert, dass Fünftklässlerinnen sich in naturwissenschaftlichen Disziplinen für weniger begabt halten (DIW Berlin 2017) als gleichaltrige Jungen. Seit kurzem fördert der Spielzeughersteller Mattel mit seiner Ingenieursbarbie laut eigenen Angaben „das Interesse von Mädchen für MINT-Fächer“. Doch bis die Kinder von heute ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, werden die männlich dominierten Ingenieursteams weiterhin durch das Fehlen von Frauen gebremst. Denn, so meint ein Personalexperte, mehr Frauen können die Kreativität und das Wohlbefinden in der technischen Arbeitswelt deutlich steigern.

Die deutsche Industrie könnte mit mehr Frauen besser bei innovativen Technologien sein

Reine Männerteams leiden nicht selten unter ihrem schroffen Umgang, weiß der Personalberater Georgios Papanikolaou. Der Spezialist für Technik-Persönlichkeiten bedauert den Mangel an weiblichen Mitarbeitern in Ingenieursberufen. Denn die Anwesenheit von Frauen bewirke nicht nur einen respektvolleren Ton in der Arbeitsumgebung, sondern auch einen größeren Blickwinkel für Aufgaben und damit kreativere Lösungen. Das hält der Personalberater vor allem in Hinblick auf die zukunftsweisende Technologien wie künstliche Intelligenz oder Robotik für unerlässlich. Er geht davon aus, dass ein größerer Anteil an Frauen die Industrie in Deutschland enorm nach vorne bringen könnte. Für gemischte Teams spricht sich auch Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell, Vorsitzende des VDI-Netzwerks Frauen im Ingenieurberuf, aus: „Divers aufgestellte Mitarbeitende finden bessere Lösungen für komplexe Probleme als homogene Gruppen. Potenziale lassen sich am besten ausschöpfen, wenn sich eine Gruppe wertschätzend verhält, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder körperlichen Beeinträchtigungen.“

Die weibliche Herangehensweise ist ebenbürtig und wichtig

Eines der vorherrschenden Glaubenssätze über Ingenieursberufe: Es gehe nur um analytisches Denken und Technikverständnis. Eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die mehr als 2.000 SchülerInnen und Studierende an deutschen (Hoch-)Schulen befragt wurden, belegt dies: Die Befragten nannten neben mangelndem Interessen und der Schwierigkeit der Ausbildung vor allem die fehlende Kreativität der Fächer (22 Prozent Studierende/ 21 Prozent SchülerInnen) als Grund, sich gegen ein MINT-Fach zu entscheiden. Personalberater Papanikolaou widerspricht dem Klischee: „Um als Ingenieur oder Informatiker innovativ zu sein, ist Kreativität enorm wichtig. Ideen und Lösungen entwickelt man nicht durch schematisches Denken oder Programmieren. Die Frauen in Entwicklungsteams bringen weibliche Perspektiven und Herangehensweisen mit, die vielleicht anders sind als männliche, aber absolut ebenbürtig.“ Gerade in Zeiten der rasanten Bewegungen bei neuen Technologien würde Papanikolau gerne mehr Frauen für Ingenieurspositionen rekrutieren. Möglicherweise wird das leichter in Zukunft, denn 23% aller Studierenden, die im Wintersemester 2017/2018 in einem ingenieurwissenschaftliches Fach eingeschrieben waren, sind weiblich. Ob die Ingenieursbarbie eine Veränderung im Denken der kleinen Mädchen hervorrufen wird, bleibt abzuwarten – zumal es das Spielzeug nur ein Jahr lang auf dem Markt geben soll.

 


Außerdem zum Download die Geschichte einer Frau: 

- Im Technik-Job und kein Mann: Erfolg geht auch anders -

Eine Frau berichtet von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit den männlichen Kollegen in der Technik-Branche und erklärt, wie Frauen aus ihrer Sicht Aufgaben anders angehen. Gerne vermitteln wir Ihnen auch den Kontakt.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

Bewerberin_peoplegrow2

Dateiname
Bewerberin_peoplegrow2.jpg
Größe
1721.41 KB
Beschreibung
Eine Bewerberin im technischen Bereich im Gespräch mit dem Georgios Papanikolaou, Personalberater für Technik-Persönlichkeiten
Copyright
people grow

PM_201810_Ingenieurinnen

Dateiname
PM_201810_Ingenieurinnen.pdf
Größe
114.46 KB
Beschreibung
Ingenieursbarbies: Deutschland braucht Frauen als Innovationsmotor
Seit August gibt es auf dem Spielzeugmarkt eine Barbie als Robotik-Ingenieurin. Doch im wahren Leben fehlen der Industrie weibliche Eigenschaften, behauptet ein Personalexperte für Technik.
Copyright
people grow

Weiterführende Links

Über Georgios Papanikolaou:

Über Georgios Papanikolaou:
Georgios Papanikolaou ist Gründer und Inhaber des Recruiting Unternehmens people grow mit Sitz in Offenbach am Main. Der Recruiting-Experte wirbt für eine wertebasierte Arbeitswelt. In seiner Vision widmet sich jeder Mensch mit den passenden Aufgaben und im richtigen Umfeld seinen individuellen Talenten. Als Industriemechaniker und Maschinenbauer berät Georgios Papanikolaou Industrieunternehmen und ermöglicht ihnen neue Wege, um an die passendsten Mitarbeiter zu gelangen.

Sie benötigen Fotomaterial oder weitere Informationen zum Thema? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

www.people-grow.com

Weitere Meldungen

Für Schnelle: Restplätze Studium Grundschullehrer*in ohne NC

Velbert, 10. September 2020 – Gute Nachrichten für Abiturient*innen, die bisher keinen Studienplatz im Fach Grundschullehramt bekommen haben: Für den international ausgerichteten Studiengang ITEPS+e sind am Berufskolleg Bleibergquelle noch wenige Plätze zu vergeben. Zugangsvoraussetzung für Bewerber ist hier nicht das Einser-Abitur, sondern Interesse an der Arbeit mit Kindern. Denn die Schwerpunkte liegen in Velbert bei Pädagogik und praktischer Ausbildung. Wer bis zum 30.9. anfängt, kann noch eine monatliche Förderung von 830 Euro erhalten.

Neue Recruiting-Methode minimiert Fehlbesetzungen

Personalbeschaffung ist eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen heute. Ein neues Instrument ermöglicht es Unternehmen jetzt, ihre Trefferquoten bei der Bewerberauswahl erheblich zu verbessern: Mit der Job-Scorecard können sie bereits vor ersten Gesprächen deutlich effektiver filtern, wer für Ihre Aufgaben geeignet ist. Recruiting-Experte Georgios Papanikolaou setzt die Methode bereits erfolgreich ein und erklärt die Vorteile und Funktionsweise.

Für die oben stehende Pressemitteilung sowie möglicher Mediadateien ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo rechts) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton und Informationsmaterialien. Die Convento GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Convento GmbH gestattet.