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Wasserkraft leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Stabilität des Energiesystems

Plattform Erneuerbare Energien BW unterstützt zentrale Forderungen der Wasserkraftverbände an die Landespolitik

ie Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (PEE BW) betont die zentrale Bedeutung der Wasserkraft für eine resiliente, klimaneutrale und sichere Energieversorgung im Land Baden-Württemberg. Die Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e. V. (AWK BW) und die Interessengemeinschaft Wasserkraft Baden-Württemberg e. V. (IGW BW) haben dazu ein gemeinsames Positionspapier zur Landtagswahl 2026 erarbeitet.

Stuttgart. Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (PEE BW) betont die zentrale Bedeutung der Wasserkraft für eine resiliente, klimaneutrale und sichere Energieversorgung im Land Baden-Württemberg. Der Branchenverband weist darauf hin, dass Wasserkraft einen unverzichtbaren Beitrag zur Stabilität des Energiesystems leistet - insbesondere in Zeiten, in denen Wind- und Solarenergie nur begrenzt zur Verfügung stehen. Die Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e. V. (AWK BW) und die Interessengemeinschaft Wasserkraft Baden-Württemberg e. V. (IGW BW) haben dazu ein gemeinsames Positionspapier zur Landtagswahl 2026 erarbeitet.

"Wasserkraft ist ein zentraler Baustein für eine sichere und klimaneutrale Energieversorgung in Baden-Württemberg. Sie liefert verlässlich Strom - auch dann, wenn Wind und Sonne gerade wenig beitragen - und stärkt damit die Resilienz unseres Energiesystems. Gleichzeitig verbindet sie Klimaschutz, Gewässerökologie und regionale Wertschöpfung auf einzigartige Weise. Wir unterstützen daher die Forderungen der Wasserkraftverbände und appellieren an die Politik, die Potenziale der Wasserkraft konsequent zu nutzen und bestehende Hemmnisse abzubauen." erklärt Jürgen Scheurer, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg.

Im Mittelpunkt des Positionspapiers steht die Forderung nach einer deutlichen Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren. Die Betreiberinnen und Betreiber von Wasserkraftanlagen sehen sich seit Jahren mit komplexen und langwierigen Verfahren konfrontiert, die notwendige Modernisierungen und ökologische Verbesserungen verzögern. Gleichzeitig betonen die Verbände, dass bestehende gesetzliche Grundlagen eine stärkere Berücksichtigung des Klimaschutzes bereits heute ermöglichen. Auch in wasserrechtlichen Entscheidungsprozessen brauche es eine ausgewogene Berücksichtigung von Klima-, Energie- und Naturschutzbelangen, unterstützt durch die Einbindung entsprechender fachlicher Expertise.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung der vorhandenen Potenziale. An vielen Standorten können durch technische Modernisierung, Effizienzsteigerungen oder eine dynamische Stauraumbewirtschaftung erhebliche Leistungsgewinne erzielt werden und damit der Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung gesteigert werden. Darüber hinaus sehen die Verbände großes Potenzial in der Reaktivierung stillgelegter Anlagen und der Nutzung vorhandener Querbauwerke. Diese Möglichkeiten ließen sich jedoch nur dann zügig erschließen, wenn rechtliche und planerische Rahmenbedingungen klarer definiert und Genehmigungsprozesse beschleunigt würden. Voraussetzung hierfür sei auch eine Überarbeitung des Energieatlas Baden-Württemberg sowie dessen Überführung in ein modernes, digital nutzbares Format.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die hauptsächlich mittelständisch geprägte Kleinwasserkraft stehen im Fokus. Damit Betreiberinnen und Betreiber langfristig investieren können, brauche es verlässlichen Investitionsschutz sowie Förderinstrumente des Landes, die den besonderen Anforderungen kleiner Anlagen gerecht werden. Die Verbände fordern außerdem, dass die vielfältigen netzdienlichen Leistungen der Wasserkraft - darunter Momentanreserve, Blindleistung oder Schwarzstartfähigkeit - angemessen vergütet werden. Diese Dienstleistungen seien essenziell für ein stabiles Energiesystem und müssten im energiepolitischen Rahmen stärker berücksichtigt werden.

Neben den technischen und finanziellen Aspekten betonen die Wasserkraftverbände die Bedeutung von Daten, Transparenz und Digitalisierung. Eine moderne Energieplanung könne nur funktionieren, wenn relevante Informationen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie systematisch erhoben und öffentlich zugänglich gemacht werden. Digitale Werkzeuge seien entscheidend, um die dezentralen Potenziale der Wasserkraft sichtbar zu machen und Planungsprozesse zu beschleunigen. Bürgerfreundliche Informationsportale könnten zudem dazu beitragen, Vorhaben vor Ort transparenter zu gestalten und die Akzeptanz weiter zu erhöhen.

Abschließend richtet das Positionspapier den Blick auf die Chancen einer konsequenten Sektorenkopplung. Wasserkraft verbinde Stromerzeugung, Wärme, Mobilität und Energiespeicherung auf natürliche Weise. Von der Nutzung von Wärme aus Fließgewässern über Ladeinfrastruktur im ländlichen Raum bis hin zu Wärme- und Strompotenzialen in Klär- und Trinkwassersystemen gebe es zahlreiche Möglichkeiten, die bisher unzureichend ausgeschöpft seien. Die Wasserkraftverbände sowie die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg betonen abschließend ihre Bereitschaft, ihre langjährige Expertise konstruktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubringen, um die Energiewende im Land gemeinsam mit Politik und Verwaltung erfolgreich voranzubringen.

Weitere Informationen

https://www.erneuerbare-bw.de 

https://www.wasserkraft.org 

https://www.ig-wasserkraft.de

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