Veröffentlicht am 04.09.2018   Universitätsklinikum Regensburg

Wie sauber sind unsere Hände?

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) lädt am 10. September 2018 zum Aktionstag „Saubere Hände“ ein. Patienten, Besucher und Fachpublikum können sich über Händedesinfektion und die Übertragungswege von Keimen informieren.

Sind unsere Hände nach dem Händewaschen wirklich sauber? Wie viele Keime trägt jeder Mensch mit sich? Welche sind nützlich, welche potentiell krankheitserregend? Fragen wie diese werden am Aktionstag „Saubere Hände“ am Montag, dem 10. September 2018, von 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr im Universitätsklinikum Regensburg beantwortet.
Der Aktionstag findet im Rahmen einer bundesweiten Roadshow der „Aktion Saubere Hände“ statt. In einem Aktionsmobil vor dem Haupteingang des UKR können sich Patienten, Besucher und Fachpersonal in verschiedenen Lernstationen informieren und ihr Wissen rund um die Händehygiene erweitern. Im Foyer des UKR sind zudem alle Interessierten eingeladen, unter der Schwarzlichtlampe den Selbsttest zu machen und sich am Infostand der Klinikhygiene über die Hygiene am UKR informieren. Das Ziel des Aktionstags: Das Potential der Händedesinfektion besser auszuschöpfen und damit vermeidbare Infektionen zu reduzieren.

„Händehygiene und Patientensicherheit gehen Hand in Hand. Die richtige Händedesinfektion entfernt fast 100 Prozent der Erreger auf der Haut und ist so das effektivste Mittel, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Es ist uns ein großes Anliegen, umfassend über die Bedeutung der Händehygiene aufzuklären“, erläutert Professor Dr. Wulf Schneider, der die erste Professur für Krankenhaushygiene in Bayern innehat und den gleichnamigen Fachbereich im Institut für Klinische Mikrobiologie und Hygiene des UKR leitet.

Interaktive Lernstationen für nachhaltigen Erfolg


Ein Fokus des Aktionstages liegt auf der nachhaltigen Wissensvermittlung: Damit das Gelernte auch für den Alltag abrufbar im Gedächtnis verankert wird, setzen die Hygiene-Experten auf interaktive Inhalte und Aufgabenstellungen. Dabei wird auch auf psychosoziale Faktoren der Hygiene eingegangen. Alle Besucher sollen zur Reflexion ihres Verhaltens, sei es im klinischen Alltag oder in der heimischen Küche, angeregt und für die Rolle der Händehygiene im Infektionsschutz neu sensibilisiert werden.

„Richtige Händedesinfektion ist ganz einfach“, weiß Professor Schneider. „Entscheidend ist eigentlich nur, dass man die Hände – inklusive Fingernägeln – 30 Sekunden lang vollständig mit so viel alkoholischem Händedesinfektionsmittel benetzt, wie in die hohle Hand passt. Sind die Hände danach wieder trocken, ist das Resultat eine vollständig desinfizierte Hand, frei von Infektionserregern“. Die Wirkstoffe eines Händedesinfektionsmittels beseitigen die Erreger auf der Haut und vermeiden so eine Übertragung von Keimen und damit auch Infektionen. Resistente Bakterien und Pilze bilden da keine Ausnahme: Die alkoholische Händedesinfektion ist umfassend wirksam.

Sowohl für medizinisches Personal als auch für Patienten und Besucher hat die Weltgesundheitsorganisation Situationen definiert, in denen die Hände desinfiziert werden sollten. Auch für das Verhalten zuhause gibt es entsprechende Empfehlungen. „Am Aktionstag ‚Saubere Hände‘ klären wir nicht nur auf, wann die Hände desinfiziert werden sollen, sondern hinterfragen auch Mythen“, gibt Professor Schneider einen Ausblick.

Gold: höchste Standards in der Händehygiene


Seit Anfang 2017 ist die erste Professur für Krankenhaushygiene in Bayern am UKR etabliert. Professor Schneider und seine Mitarbeiter setzen ihren Fokus dabei nicht nur auf die Hygiene im Universitätsklinikum. Sie sind auch Ansprechpartner für insgesamt 19 umliegende Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen.
Außerdem ist das Team in Lehre und Forschung aktiv. So ist die Krankenhaushygiene in Regensburg schon zu Beginn des Medizinstudiums fest im Stundenplan verankert. Wissenschaftlich setzt sich die Hygiene mit der Prävention von zunehmend schwer behandelbaren Infektionskrankheiten mit multiresistenten Erregern im Bereich der Transplantationsmedizin und bei immunsupprimierten Patienten sowie mit der Erforschung des Nutzens antimikrobiell beschichteter Oberflächen auseinander.
Das Engagement von Professor Schneider und seinen Mitarbeitern macht sich bezahlt. So hat die „Aktion Saubere Hände“ dem Universitätsklinikum Regensburg als einzigem Universitätsklinikum in Bayern und als einem von wenigen Universitätsklinika in Deutschland Anfang des Jahres das Gold-Siegel für höchste Standards in der Händehygiene verliehen.

Gute Hygiene für sichere Patientenversorgung

Die Roadshow der „Aktion Saubere Hände“ findet in Zusammenarbeit mit der PAUL HARTMANN AG statt. Sie macht im Zeitraum von 3. September bis 30. Oktober 2018 an insgesamt 32 Krankenhäusern in Deutschland Halt.

Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne, die sich für eine bessere Umsetzung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen engagiert. Aktuell nehmen deutschlandweit über 800 Krankenhäuser, 309 Alten- und Pflegeheime sowie 790 ambulante Einrichtungen an der Kampagne teil. Die „Aktion Saubere Hände“ wurde 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit ins Leben gerufen. Sie basiert auf der Kampagne der Weltgesundheitsorganisation „Clean Care is Safer Care“ und verfolgt das Ziel, die Patientensicherheit zu erhöhen.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

Weiterführende Links

Spitze in der Medizin. Menschlich in der Begegnung.

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe. Es bietet in 31 human- und zahnmedizinische Kliniken, Polikliniken, Instituten und Abteilungen fast das komplette medizinische Fächerspektrum an und verfügt über 839 Betten sowie 52 tagesklinische Behandlungsplätze.
Ausgerichtet ist das Universitätsklinikum Regensburg auf Hochleistungsmedizin mit besonderem Fokus auf Transplantations- und Intensivmedizin sowie onkologische und kardiovaskuläre Erkrankungen. Bei der durchschnittlichen Fallschwere („Case-Mix-Index“) liegt das UKR mit an der Spitze der deutschen Universitätsklinika. Neben der Patientenversorgung ist das UKR gemeinsam mit der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg für die Ausbildung von ca. 2.000 Studierenden (Human- und Zahnmedizin) sowie für die medizinische Forschung verantwortlich. Gemeinsames Ziel aller Mitarbeiter sind die optimale medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten sowie ein wertschätzendes Miteinander im Team.

Weitere Meldungen

„Herzenssache Lebenszeit“ – Info-Bus am 28. Mai 2022 zwischen 12:00 und 16:00 Uhr auf dem Neupfarrplatz

Laut Statistischem Bundesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, noch vor Krebserkrankungen, für die häufigsten natürlichen Todesfälle verantwortlich. So sterben in der Bundesrepublik Deutschland deutlich mehr als 320.000 Menschen jährlich an den Folgen von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Erkrankungen des Kreislaufsystems. In vielen Fällen könnten diese Erkrankungen aber durch gezielte Risikoerkennung und Prävention verhindert werden. Spezialisten und Fachärzte der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) sowie der Klinik für Neurologie und Kardiologie des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg informieren im Rahmen der Info-Tour „Herzenssache Lebenszeit – Diabetes, Schlaganfall, Herzschwäche“ über präventive Maßnahmen, um dies...

Regensburg auf Ziel

Alle Herzinfarkt-Patienten erreichen ihren LDL-Cholesterin-Zielwert – Hohe Cholesterin-Werte sind entscheidend an Arterienablagerungen beteiligt und können Erkrankungen wie Herzinfarkt auslösen. Um das LDL-Cholesterin bei allen Risikopatienten in einen bestimmten Zielbereich zu senken, schließt sich Regensburg unter der Federführung des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) als eine der ersten Städte bundesweit der „Auf-Ziel“-Kampagne der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF® (Lipid-Liga) e.V. an.

Für die oben stehende Pressemitteilung sowie möglicher Mediadateien ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo rechts) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton und Informationsmaterialien. Die Convento GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Convento GmbH gestattet.