Veröffentlicht am 12.09.2018   Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Pressemitteilung | Welthungerhilfe zu den neuen Hungerzahlen der UN

Deutscher Bevölkerung ist Hungerbekämpfung wichtig

Bonn / Berlin, 11.09.2018. Die heute veröffentlichten weltweiten Hungerzahlen der UN zeigen erneut einen Anstieg. Im Jahr 2017 gab es laut UN Angaben weltweit 821 Millionen hungernde Menschen. Konflikte, Klimawandel und ein langsameres Wirtschaftswachstum sind die Hauptgründe dafür.

Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der Welthungerhilfe liegt den Bundesbürgern die Bekämpfung des Hungers am Herzen: Neun von zehn Bürgern ist die Hungerbekämpfung weltweit wichtig, 53% sogar „sehr wichtig“. Fast zwei Drittel der Befragten (64%) sind der Meinung, dass Deutschland sein Engagement im Bereich der Hungerbekämpfung ausbauen sollte, so viel Unterstützung erhält kein anderer Bereich der Entwicklungspolitik.

„Unsere Befragung zeigt, dass die Bundesregierung den klaren Auftrag hat, noch mehr für den weltweiten Kampf gegen Hunger zu tun“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. „Das heißt vor allem: Unterstützung für Kleinbauern und andere Menschen in ländlichen Gebieten und dies nicht nur durch technische Projekte, sondern auch durch Stärkung ihrer Rechte. Denn ihnen werden produktive Ressourcen wie Land, Wasser oder Saatgut entzogen. Menschenrechtsverteidiger werden zunehmend bedroht oder gar ermordet.“

Am 19./20. September 2018 wird die „UN-Erklärung zu den Rechten von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ im UN-Menschenrechtsrat abschließend beraten. Am 27./28. September treffen die Mitgliedsstaaten eine Entscheidung. „Menschenrechte zu schützen und den institutionellen Rahmen weiter fortzuentwickeln ist eine zentrale Aufgabe der deutschen Außenpolitik“, so Dieckmann weiter. „Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die Erklärung zu unterstützen.“

Die Welthungerhilfe veröffentlicht am 11. Oktober den aktuellen Welthunger-Index, der die weltweiten Ursachen von Hunger untersucht und in einem Ländervergleich die Gewinner und Verlierer beim Kampf gegen den Hunger vorstellt.


Weitere Informationen und Bilder zum kostenlosen Download unter www.welthungerhilfe.de/presse

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.900 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,53 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

Kongo, Projekte der Welthungerhilfe im Nordosten, Nord-Kivu

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Beschreibung
In einem Projekt der Welthungerhilfe lernen Menschen aus dem Umkreis in einem Schulungsgarten Gemueseanbau-Methoden. Hier wird Knoblauch angebaut., Demokratische Republik Kongo.
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Kai Loeffelbein/ Welthungerhilfe

Suedsudan, Unity State, PoC Protection of Civilian site

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Beschreibung
Suedsudan, das Fluechtlingscamp in Bentiu. Frauen warten auf ihre Lebensmittel in Bentiu,
Copyright
Stefanie Glinski/Welthungerhilfe

Rohingya Fluechtlingskrise in Bangladesch

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Beschreibung
Rohingya Fluechtlingskrise. Eine Gruppe von Rohingya Fluechtlingen, die am Tag zuvor hier im suedlichsten Teil Bangladeshs - der Insel Shah Porir Dwip per Boot angekommen sind, erhalten von lokaler Bevoelkerung Essen, bevor sie die Reise Richtung Festland fortzusetzen. Sie waren einen Monat auf der Flucht u. stammen aus dem Dorf Sikder Para ( Region Maungdaw). Links: Roseda Begom, 40 Jahre, Tochter Kismat Ara, 16 Jahre mit Baby Raeshma, 3 Monate. Kismats Mann wurde von myanmarischer Armee verhaftet u ist seitdem verschollen.
Copyright
Rosenthal/Welthungerhilfe
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