Veröffentlicht am 14.11.2018   Universitätsklinikum Regensburg

Wenn Winzer Krimis schreiben…

…gibt es zum Spannungsbogen auch noch ein gutes Glas Wein dazu. Mehr als 300 Gäste testen die prickelnden Vorzüge einer Krimilesung mit Weinverkostung am Donnerstag, dem 15. November 2018, im Universitätsklinikum Regensburg (UKR). Dabei räumen Autor und Winzer Dr. Andreas Wagner sowie Pathologe Professor Dr. Christoph Brochhausen-Delius mit gängigen Klischees auf.

Während sich draußen der kalte Herbstnebel langsam über die Gebäude des Universitätsklinikums Regensburg legt, die frühe vorwinterliche Dunkelheit den Hügel außerhalb der Stadt Regensburg umhüllt, klirren im Hörsaal A2 die Weingläser. Spannung macht sich im Publikum breit, das Licht wird gedimmt. Die Stimmen werden leiser, verstummen zuletzt. Dr. Andreas Wagner, Winzer und Autor in einer Person, macht sich für seinen Auftritt bereit.

Bei einer vom Institut für Pathologie der Universität Regensburg und der Kulturstation des UKR organisierten Krimilesung berichtet er über mysteriöse Ereignisse im beschaulichen rheinhessischen Weinbaugebiet. Der passende Wein aus dieser Gegend darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Mit dem Glas in der Hand, lauschen die Zuhörer den plastischen Schilderungen von Leichen und Tatorten. Bei der Lösung kniffeliger Mordfälle unterstützt im Krimi der Pathologe, in der Realität sieht dessen Arbeit jedoch anders aus.

„Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich Pathologen nur mit Leichen beschäftigen. Die Obduktion von Leichen ist zwar auch Teil der Pathologie, gehört aber hauptsächlich in den Aufgabenbereich der Rechtsmediziner. Wir arbeiten dagegen für die Lebenden, wir stellen die endgültigen Diagnosen und zeigen dadurch die besten Therapiemöglichkeiten auf “, erklärt Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius, stellvertretender Direktor des Instituts für Pathologie der Universität Regensburg dem Publikum in den Blöcken zwischen den Lesungen.

Gemeinsam mit dem Autor gibt er spannende Einblicke in seinen Berufsalltag. „Ein Krimi, ein guter Jahrgang und noch mehr Aufklärung erwartet die Gäste an so einem Abend. Die Veranstaltung ‚PATHO-LOGISCH! Wenn Medizin zum Krimi wird…‘ ist eine hervorragende Gelegenheit, Menschen und Themenbereiche zusammenzubringen, ohne dabei Tatsachen zu verdrehen“, betont Brochhausen.

Vom Winzersterben und dem Tod eines Saisonarbeiters

Der von der Mainzer Polizei vermutete Gärunfall eines polnischen Saisonarbeiters lässt so manch einem im Hörsaal den kalten Schauer über den Rücken laufen. Sein grausamer Tod aus Wagners Krimidebüt „Herbstblut“ ist nur einer der drei Fälle, die den Abend begleiten.

Das Licht der Leselampe auf Andreas Wagners Pult sorgt für die richtige Atmosphäre im Hörsaal. Die Mischung aus realen Todesfällen und fiktiven Schauergeschichten kommt beim Publikum an.

Mit zwei weiteren Weinen folgen anschließend noch die restlichen Kostproben der literarischen Kunst des Winzers Wagner sowie weitere Einblicke in die Pathologie, die das Publikum begeistern. „Ich bin wirklich großer Krimifan und mir war der Unterschied zwischen Rechtsmediziner und Pathologe bisher trotzdem nicht bewusst. Künftig werde ich meine Lieblingsbücher wohl mit einem anderen Blick lesen“, sagt Annalena Kurz, die mit einer Freundin den Krimiabend am UKR besucht.

Die Waffen eines Pathologen

Das Hauptwerkzeug eines Pathologen ist nicht etwa das Skalpell zum Sezieren einer Leiche, sondern das Mikroskop, mit dem er im klinischen Alltag auf Spurensuche geht. Pathologie, das ist die Lehre der Krankheiten, die rund 1.400 Pathologen in Deutschland beschäftigt. Sie untersuchen Gewebe und Körperflüssigkeiten und stellen entscheidende Fragen für die Diagnostik und Entschlüsselung von Krankheiten sowie die Entwicklung neuer Therapieverfahren in allen klinischen Bereichen.

Daher erhalten die Zuhörer in der Pause sowie im Anschluss an die Veranstaltung die Möglichkeit, selbst einen Blick durch die „Alltagswaffe“ eines Pathologen zu werfen. Professor Brochhausen-Delius und sein Team stehen dabei für Fragen zur Verfügung und erläutern die farbigen, auf den ersten Blick wie kleine Kunstwerke wirkende, Gewebeproben. Denn eine jede von ihnen erzählt eine eigene Geschichte.

Autor und Winzer auf Umwegen

Dr. Andreas Wagner ist eigentlich Historiker, zum Winzer und Autor wurde er erst auf Umwegen. Das jahrhundertealte Familienweingut in der Nähe von Mainz ist heute nicht nur sein Lebensmittelpunkt, sondern auch Inspirationsquelle für neue Krimis.

„Die Ideen zu meinen Büchern kommen mir häufig bei der Arbeit zwischen den Weinreben. Wenn die Ernte vorbei ist, habe ich Zeit, diese umzusetzen. Die Idee hinter dieser Veranstaltung ist, den Lesern echte, aber genauso spannende Inhalte zu liefern“, so der Autor.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

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Spitze in der Medizin. Menschlich in der Begegnung.

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe. Es bietet in 31 human- und zahnmedizinische Kliniken, Polikliniken, Instituten und Abteilungen fast das komplette medizinische Fächerspektrum an und verfügt über 839 Betten sowie 52 tagesklinische Behandlungsplätze.
Ausgerichtet ist das Universitätsklinikum Regensburg auf Hochleistungsmedizin mit besonderem Fokus auf Transplantations- und Intensivmedizin sowie onkologische und kardiovaskuläre Erkrankungen. Bei der durchschnittlichen Fallschwere („Case-Mix-Index“) liegt das UKR mit an der Spitze der deutschen Universitätsklinika. Neben der Patientenversorgung ist das UKR gemeinsam mit der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg für die Ausbildung von ca. 2.000 Studierenden (Human- und Zahnmedizin) sowie für die medizinische Forschung verantwortlich. Gemeinsames Ziel aller Mitarbeiter sind die optimale medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten sowie ein wertschätzendes Miteinander im Team.

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