Veröffentlicht am 17.07.2019   Universitätsklinikum Regensburg

Manfred-Roth-Stiftung fördert UKR-Studie mit 20.000 Euro

Die Stiftung des Norma-Gründers Manfred Roth unterstützt eine Studie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) zum Thema Weichteilinfektionen mit 20.000 Euro. Studienleiter PD Dr. Maximilian Kerschbaum, Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, nahm die Spende entgegen.

Knochen- und Weichteilinfektionen stellen eine große Herausforderung im Bereich der muskuloskelettalen Chirurgie dar. Um die Infektion unter Kontrolle zu bringen, ist es oberstes Ziel der chirurgischen Therapie, das betroffene Gewebe soweit möglich von Bakterien zu befreien bzw. die Keimzahl zu reduzieren. Die pulsatile Lavage, eine Art Hochdruckreiniger für Gewebe, ist dabei ein weltweit etabliertes Verfahren, welches von vielen Operateuren der einfachen Wundspülung per Hand bei der Behandlung solcher Infektionen vorgezogen wird. Allerdings wurde die Wirksamkeit der pulsatilen Lavage bislang nicht wissenschaftlich evaluiert. Diese Wissenslücke versucht PD Dr. Maximilian Kerschbaum aus der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR nun zu schließen und
vergleicht in seiner Forschungsarbeit das Verfahren mit einer konventionellen Niederdruck-Spülung. Hierfür erhielt er am heutigen Mittwoch, dem 17. Juli 2019, 20.000 Euro Forschungsförderung durch die Manfred-Roth-Stiftung. „Ich freue mich sehr über diese finanzielle Unterstützung. Sie ist Ansporn und Bestätigung gleichermaßen, mein Forschungsgebiet weiter zu vertiefen“, so Dr. Kerschbaum.

In einer experimentellen Studie wird Dr. Kerschbaum zusammen mit dem Institut für Pathologie der Universität Regensburg am menschlichen Gewebe untersuchen, inwieweit die pulsatile Lavage geeignet ist, die Keimlast in infizierten Wunden zu reduzieren oder ob dieses Verfahren durch den Druck, den die Spülung erzeugt, sogar zu einer Keimverschleppung in tiefere Gewebeschichten führen kann.
Der Forscher erhofft sich von seinen Untersuchungsergebnissen, den Wirkungsgrad und die Risiken dieser Therapieform besser zu verstehen. In Zukunft kann dadurch die Behandlung von komplexen Wunden optimiert werden.

Über die Manfred-Roth-Stiftung

Die gemeinnützige Manfred-Roth-Stiftung wurde 2010 nach dem verstorbenen Fürther Unternehmer und Gründer der Handelskette Norma benannt. In die Stiftung wurde das private Vermögen von Manfred Roth eingebracht. Zudem fließen jährlich Gewinne aus dem Discounthandel ein. Seit 2012 werden durch die Stiftung regelmäßig Spenden für soziale, kulturelle, bildungsfördernde und wissenschaftliche Einrichtungen überreicht.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

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