Veröffentlicht am 18.05.2014   DECHEMA

CO2 Recycling - Abgas als Ausgangsstoff für innovative Produkte und chemische Energiespeicher

Im April 2014 fand die 4. Statuskonferenz der Fördermaßnahme "Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz - Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO2" aus dem BMBF-Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA) statt. Über 200 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen auf den "Petersberg" bei Bonn, um die Ergebnisse der geförderten Projekte zu diskutieren. Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eröffnete die Veranstaltung. Er verwies auf den wichtigen Beitrag der chemischen Industrie zur Entwicklung neuer Technologien zur Klimagasreduktion, zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Energiewende. Die BMBF Fördermaßnahme begann 2010 und unterstützt Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Industrie bis zum Jahr 2017 mit ca. 100 Millionen Euro zu den drei Schwerpunktthemen "Chemische Energiespeicherung", "Stoffliche Nutzung von CO2" und "Energieeffiziente Verfahren".

Energiewende, Klimaschutz, Ressourceneffizienz - das alles sind bedeutende gesellschaftliche Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, forderte Staatssekretär Schütte. Mit dem o.g. Förderprogramm möchte das BMBF mit Hilfe der Chemischen Industrie die Herausforderungen annehmen. Schon im Jahr 2009 veranstaltete das BMBF gemeinsam mit der Siemens AG auf dem Petersberg ein Seminar, um das Potenzial der stofflichen Nutzung von CO2 zu bewerten. Nach 5 Jahren war nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um eine vorläufige Bilanz zu ziehen und die Ergebnisse und Potenziale zu diskutieren.

Aus der Sicht der Industrie stellte Prof. Michael Röper, langjähriger Mitarbeiten bei der BASF und seit kurzem im Ruhestand, fest: "Bei der stofflichen Nutzung von CO2 ist nun wesentlich klarer geworden, welche Wege technisch gangbar sind. Ob es zu einer Markteinführung kommt, hängt entscheidend von der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit ab". Des Weiteren sieht er viele Fortschritte bei der stofflichen Nutzung von CO2. Beispielsweise ist innerhalb eines der geförderten Projekte zum ersten Mal eine katalytische Synthese von Acrylaten aus Ethylen und CO2 gelungen - dies war zuvor mehrere Jahrzehnte erfolglos versucht worden.

Nach Meinung der Experten werden insbesondere viele der Entwicklungen zum Schwerpunktthema "Energieeffiziente Verfahren" kurz- oder mittelfristig industriell umgesetzt. Diese industriellen Applikationen bieten ein großes CO2-Reduktionspotenzial und leisten aufgrund des hohen Energieeinsparpotenzials einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende. Bei den Schwerpunktthemen "Chemische Energiespeicherung" und "Stoffliche Nutzung von CO2" gibt es ebenfalls viele erfolgreiche Projekte, wie die Herstellung von Kunststoffen, z.B. in dem von Bayer koordinierten Projekt "Dream Production" und dem von BASF koordinierten Projekt "Acer". Die Umwandlung von CO2 in Kraftstoffe (Power-to-Fuel) und die Umwandlung in Methan (Power-to-Gas) zur wichtigen und notwendigen Speicherung regenerativer Energie wird erfolgreich in mehreren Projekten entwickelt.

Tagungsband und weitere Informationen unter: www.ChemieundCO2.de

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

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