Zahnschmerzen verlaufen in der Regel harmlos. Schreitet eine Infektion im Mund jedoch unbehandelt voran, kann eine lebensbedrohliche Sepsis entstehen. Plötzlich schlägt der ganze Körper Alarm. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September rückt die schwere Erkrankung ins Bewusstsein. Wie dramatisch der Verlauf einer Zahninfektion sein kann, zeigt der Fall des früheren NFL-Profis Mike Williams. Der Spieler der Tampa Bay Buccaneers starb 2023 im Alter von nur 36 Jahren an einer bakteriellen Sepsis. Auslöser war ein entzündeter Zahn. Der Fall zeigt: Was als Zahninfektion beginnt, kann sich unter ungünstigen Umständen zu einer gefährlichen Erkrankung entwickeln. „Sepsis ist ein echter Killer. Jedes Jahr sterben laut Sepsis Stiftung schätzungsweise 140.000 Menschen daran, die Dunkelziffer liegt mehr ...
Mundschutz hilft Zähnen zu überleben
- 10. Juni – Kindersicherheitstag
*Jeder vierte Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr betroffen
*Zahnunfall mit hohen Folgekosten
*Individueller Mundschutz schützt vor Verletzungen
*Pressefotos: https://bilddatenbank.prodente.de/?c=333&k=3c7ab13ea8
Die Tage werden immer länger. Bei den hohen Temperaturen sind wieder tausende Sportler auf Rädern, Inlinern und Skateboards unterwegs. Dabei ist naturgemäß Tempo im Spiel. Leider bleibt das nicht immer ohne Folgen. Zahnmediziner registrieren seit Jahren regelmäßige Zahnverletzungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen erleiden Zahnunfälle im bleibenden Gebiss. Die Folgekosten können zwischen 10.000 und 20.000 € betragen. Unter Erwachsenen erleidet jede 10. Person einen Zahnunfall.
Mundschutz schützt Zähne
Dabei gibt es wirkungsvollen Schutz: Mit Mundschutz können Unfälle verhindert werden. „Experten empfehlen, einen individuellen Mundschutz anfertigen zu lassen, statt Schutzschienen „von der Stange“ zu kaufen“, erläutert Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente. Ein individueller Mundschutz ist deutlich sicherer und vermeidet zusätzliche Verletzungen. Vergleichsstatistiken zeigen, dass das Risiko für Verletzungen an Zähnen, Mund und Kiefern bei Sportunfällen hiermit um 60 Prozent sinkt.
Zahnrettungsbox kann Zähne retten
Oft brechen Stücken des Zahns bei einem Unfall ab. Diese lassen sich meistens wieder ankleben – sofern der Patient das Stück vom Zahn findet und schnell eine Zahnarztpraxis besucht.
Die Folge eines Schlags oder Sturzes können aber auch komplett ausgeschlagene Zähne sein. In diesen Fällen geht es um jede Minute, wenn der Zahn gerettet werden soll. Ist der Zahn gefunden sollte er ungereinigt in einer Zahnrettungsbox zum Zahnarzt transportiert werden. Selbst bei diesem schlimmsten Fall kann ein Zahnarzt ausgeschlagene Zähne wieder einsetzen, sofern er regelgerecht in einer Zahnrettungsbox gelagert wurde. Im Idealfall heilen sie wieder ein. Die Box ist in jeder Apotheke erhältlich.
Sollte keine Zahnrettungsbox zur Hand sein, gibt es alternative Transportmöglichkeiten, allerdings mit deutlich verkürzter Lagerungsdauer (30 Minuten bis 2 Stunden). Es eignen sich H-Milch, Speichel (im Gefäß gesammelt), Plastikfolie oder Kochsalzlösung (aus der Apotheke). Ungeeignet sind Wasser, feuchtes Taschentuch, Mundhöhle und Trockenlagerung.
Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com
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Ältere Menschen behalten immer mehr eigene Zähne. Und jeder Zahn zählt. Denn die Fähigkeit zu kauen beeinflusst Gesundheit, Fitness und Selbstständigkeit positiv bis ins hohe Alter. „Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit! “ So lautet das Motto des Tags der Zahngesundheit am 25. September 2026. Warum? Kauen ist für viele eine zumeist unbeachtete Funktion. Doch wer bewusst und gut kaut, isst ausgewogener, bleibt leistungsfähig und erhält länger seine Selbstständigkeit. „Wir reden viel über Muskeltraining im Alter, vergessen dabei aber einen der stärksten Muskelapparate unseres Körpers: das Kausystem“, erklärt Prof. Anne Wolowski, Expertin für Prothetik und Funktion an der Universität Münster. „Wer seine Kaufähigkeit verliert, büßt Lebensqualität und Teilhabe ein.“ Gut kauen. Länger fi...
Zuschüsse sinken - Vorsorge wird wichtiger
Der Bundestag hat im Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Ab dem 1. Januar 2027 sinkt der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnersatz von 60 auf 50 Prozent der Regelversorgung. Für Millionen Versicherte bedeutet das: Kronen, Brücken und Prothesen werden spürbar teurer. Wer sich noch 2026 behandeln lässt, sichert sich die aktuellen, höheren Zuschüsse. Auch die Bonusregelung für Versicherte mit lückenlosem Vorsorge-Nachweis sinkt um zehn Prozentpunkte. Die Folge: höhere Eigenanteile – selbst bei medizinisch notwendiger Standardversorgung. Ein Beispiel: Für eine Metallbrücke als Regelversorgung zahlt die Krankenkasse 2026 rund 553 Euro Zuschuss. Ab 2027 sind es nur noch etwa 461 Euro. Wer sich für keramischen Zahnersatz oder ein Implantat en...
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Zahngesundheit wird viral. Erfolgreiche Dentfluencer schaffen Aufmerksamkeit und vermitteln Wissen. Das bietet Chancen für gute Aufklärung, birgt aber auch Gefahren: Mythen und Fake News rund um Zahnpflege halten sich hartnäckig. Dazu gehören vermeintlich „natürliche“ Alternativen wie Ölziehen, aggressives DIY-Whitening mit Aktivkohle, Zitrone oder Backpulver sowie widerlegte Fluorid-Mythen. Auch kosmetische Schnelllösungen wie DIY-Zahnkorrekturen oder unkritisch beworbene Veneers werden in sozialen Netzwerken oft verharmlost. Fluorid ist toxisch – euer Ernst? Zahnmedizinische Themen passen perfekt zu Social Media. Zähne betreffen jeden: schöner, gesünder, weißer – das wollen alle. Zahnthemen sind sichtbar, emotional und sofort bewertbar. Vorher-Nachher funktioniert, Algorithmen l...