Veröffentlicht am 21.06.2020   Diskurs Communication GmbH   DE

Baumann-Touristik demonstrierte in Berlin

Reisebusunternehmen fürchten nach wie vor das Ende ihrer Branche

Waghäusel. Der engagierte Busunternehmer Heinz Baumann nahm zusammen mit seinen Mitarbeitern nach der ersten Demonstration in Stuttgart vergangene Woche auch am zweiten großen Aktionstag der Busunternehmer in Berlin teil. Insgesamt 1000 Reisebusse legten den Verkehr im Regierungsviertel lahm, um auf ihre aktuelle Lage aufmerksam zu machen.

Anlass der Demo war der Nachtragshaushalt zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, über den die Bundesregierung am Mittwoch abstimmte. Die Forderungen der Busunternehmer konnten in Teilen miteinbezogen werden: 170 Millionen sicherte die Bundesregierung zur Rettung der Bustouristikbranche zu - Geld, das dringend benötigt wird. Die Beschlüsse vom Mittwoch sind ein weiterer Erfolg für die demonstrierende Bustourismusbranche.

Die nun neu beschlossene Soforthilfe wurde der Branche zusätzlich zu bereits geflossenen Hilfen in Aussicht gestellt. Bisher gibt es schon erfolgreiche Kreditprogramme von der KfW, die den Unternehmern wieder auf die Beine helfen sollen. Die Bundesregierung hat darüber hinaus beschlossen, für die Monate Juni bis August branchenübergreifend Überbrückungshilfen im Wert von 25 Milliarden bereitzustellen. Der Inhaber von Baumann Touristik aus Waghäusel, Heinz Baumann, hält diese Zusicherung allerdings noch nicht für ausreichend.

"Die nun angekündigte Soforthilfe von 170 Millionen ist ein weiterer Schritt, um Unternehmen kurzfristig liquide zu machen. Denn ohne diese Soforthilfe, wird es die Bustouristikunternehmen nicht mehr geben.", erklärte Geschäftsführer Heinz Baumann.

"Doch mit den aktuellen Beschränkungen und Hygienemaßnahmen sind Fahrten realistisch nicht möglich. Die unzumutbaren Auflagen müssen fallen, sodass Busreisen sich wirtschaftlich wieder lohnen. Wir wollen wieder rollen!", so Baumann weiter.

Mit seinen Forderungen und Sorgen wandte sich Baumann auf der Demo auch an Olav Gutting, den Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises Bruchsal-Schwetzingen.

"Viele Branchen und Unternehmen hat die Corona-Krise vor scheinbar unüberwindbare Hürden gestellt. Hier müssen wir staatliche Hilfe anbieten und dürfen unsere mittelständischen Unternehmen nicht allein lassen. Die nun vom Verkehrsministerium zugesicherten 170 Millionen, die zusätzlich zu bisherigen Hilfen fließen werden zeigen, dass auch die Bundesregierung diese Lage erkannt hat. Kein anderer Staat bietet eine so umfassende Unterstützung an, das begrüße ich sehr", erklärte Gutting auf dem Aktionstag.

Die Soforthilfe des Bundes ist ein Lichtblick, doch die Sorgen der Unternehmer bleiben bestehen, solange Busreisen nur unter strengen Auflagen erlaubt sind. Die Branche fürchtet nach wie vor, dass die bisherigen mittelständischen Strukturen mit der Corona-Krise zerstört werden. Dafür sind sie in Berlin durch die Straßen gerollt: für ihr Unternehmen, ihre Mitarbeiter und ihre Branche.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

Baumann in Berlin

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