Veröffentlicht am 18.01.2022   Initiative proDente e.V.

Hohe Hygienestandards in Zahnarztpraxen

Gurgeln mit antiseptischen Mundspülungen könnte neben der Verminderung der Bakterienanzahl in der Mundhöhle auch das Risiko senken, Corona-Viren über Aerosole weiterzugeben. Daher empfehlen zahnmedizinische Fachgesellschaften die Anwendung einer Mundspülung vor Behandlung in der Zahnarztpraxis. Diese ersetzt jedoch nicht die allgemeinen Corona-Regeln und die aufwendigen Hygienemaßnahmen. Dank hoher Hygienestandards in Zahnarztpraxen erhöhen Zahnarztbesuche das Risiko einer Infektion mit COVID-19 nicht. Das zeigen bisherige Daten. Patienten sollten Zahnarztbesuche wahrnehmen. Denn der Besuch bei der Zahnärztin oder dem Zahnarzt hält Zähne, Zahnfleisch und Mund gesund. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Immunabwehr und schützt vor Erkrankungen des gesamten Körpers.

Über Nase und Mund können Corona-Viren in den Körper gelangen. Hier infiziert das Virus die Nasen- und Mundschleimhaut. Auch der Speichel kann hohe Konzentrationen des Virus enthalten. „Vor allem zu Beginn einer Infektion mit COVID-19 vermehren sich die Coronaviren im Mund-Rachen-Raum besonders stark“, erklärt PD Dr. med. Dr. med. dent. Julia Heider, Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische Operationen der Universitätsmedizin Mainz.

„Daher stellen Aerosole, die beim Atmen, Sprechen, Niesen oder Husten entstehen, eine Ansteckungsquelle mit dem Virus für Personen in unmittelbarer Nähe dar. Antiseptische Mundspülungen könnten die Virusmenge und damit die Gefahr einer Weitergabe von Krankheitserregern über Aerosole kurzfristig vermindern.“ Primär empfehlen zahnmedizinische Fachgesellschaften die Anwendung von antiseptischen Mundspülungen zur Verminderung der Mikroorganismenanzahl in der Mundhöhle. Eine mögliche Verminderung der Viruslast wird in den aktuellen Leitlinien diskutiert und die Anwendung der antiseptischen Mundspülungen vor der Behandlung bei der Zahnärztin oder dem Zahnarzt empfohlen.

Mundspülung: nicht nur spülen, sondern gurgeln
„Wichtig ist dabei, dass die Patienten den Mund nicht nur ausspülen, sondern auch mit der Mundspülung gurgeln“, erläutert Dr. med. Lena-Katharina Müller, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische Operationen der Universitätsmedizin Mainz. Zu beachten ist hierbei: Mundspülungen wirken nur im Mund- und Rachenraum. Auf Viren in den Atemwegen wie Nase, Lunge oder Luftröhre haben sie keinen Effekt. Wissenschaftliche Studien im Reagenzglas zeigten zudem, dass bestimmte Mundspülungen sogar die Viruslast sowie die Infektiosität der Coronaviren, also wie ansteckend die Viren sind, senken konnten. „Ob sich diese Beobachtungen auf den Menschen übertragen lassen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar“, so Müller. „Zwar deuten erste Ergebnisse darauf hin, jedoch sind weitere In-vivo-Studien mit einer größeren Anzahl an Personen notwendig.“

Zahnarztbesuch: kein erhöhtes Risiko für Corona
Auswertungen zum Infektionsgeschehen mit SARS-CoV-2 zeigen, dass der Besuch bei der Zahnärztin oder dem Zahnarzt in der Praxis auch in Zeiten von Corona sicher ist. In Zahnarztpraxen und zahntechnischen Laboren gelten generell hohe Standards für Hygiene und Infektionsschutz. Die Hygienemaßnahmen sind angesichts der Corona-Pandemie noch verschärft worden und garantieren eine lückenlose Hygienekette. Wer einen Zahnarzttermin hat und infektfrei ist, sollte den Termin auch wahrnehmen. Denn die Zahnärztin oder der Zahnarzt kann Krankheiten frühzeitig erkennen und behandeln. Dies gilt bei akuten Beschwerden und insbesondere für Patienten mit chronischen Erkrankungen. Denn Krankheiten im Mund haben nachweislich auch einen Einfluss auf Erkrankungen des gesamten Körpers wie z.B. Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch die regelmäßigen Vorsorgetermine sollten Patienten einhalten.

Gute Mundgesundheit: wichtig für Immunabwehr
Eine gesunde Mundhöhle ist zudem wichtiger Bestandteil einer funktionstüchtigen Immunabwehr. Gesunde Zähne, Zahnfleisch, Mundschleimhaut und Speicheldrüsen stärken nachweislich das Immunsystem, denn schließlich sind in der Mundhöhle die ersten Mechanismen als Barriere gegen eine Infektion angesiedelt. Das ist in Zeiten des Coronavirus wichtiger denn je. Insbesondere in der frühen, symptomlosen Phase einer Infektion mit dem Coronavirus, ist die Viruslast mit SARS-CoV-2 im Mund-Nasen-Raum sehr hoch. Unzureichende Mundhygiene und eine bestehende, nicht behandelte Parodontitis – also eine Entzündung des zahnumgebenden Gewebes – können in diesem Fall Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem Coronavirus sein. Vor allem wenn Parodontitis und Diabetes gleichzeitig vorliegen, erhöht sich das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf durch COVID-19-Virus, da im gesamten Körper chronische Entzündungen vorliegen.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

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