Veröffentlicht am 21.10.2015   Diskurs Communication GmbH   DE

Ökostromumlage sorgt für höhere Strompreise

365 AG: Kostenbegrenzung für private Verbraucher ist notwendig

Köln. Einige wesentliche Preisbestandteile des Strompreises werden im Jahr 2016 steigen. Neben dem ebenfalls erwarteten Anstieg der Netznutzungsentgelte, müssen die Stromkunden vor allem durch die steigende Ökostromumlage mit weiteren Belastungen rechnen. Dabei wäre eine spürbare Kostenentlastung der Verbraucher oder eine "Strompreisbremse" notwendig.

Die Ökostromumlage für 2016 steigt wieder deutlich

Die EEG-Umlage wird für das Jahr 2016 von derzeit 6,170 Cent je Kilowattstunde auf den Rekordwert von 6,354Cent je Kilowattstunde steigen. Im vergangenen Jahr war die EEG-Umlage im Vergleich zum Vorjahr erstmals leicht gesunken. Nun wird sich der Aufschlag für das nächste Jahr, wie in den Jahren zuvor, wieder deutlich erhöhen. Strompreiserhöhungen sind daher zu erwarten. Sie sind eine Folge der hohen Ökostromförderung, des zusätzlichen Netzausbaus und weiterer Steuern und Abgaben. Diese sind nicht von den Energieversorgern, sondern vom Staat zu verantworten und werden an die Kunden nur weitergereicht.

Mit der EEG-Umlage werden die Kosten ausgeglichen, die den Übertragungsnetzbetreibern durch die Abwicklung der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen. Die Abgabe setzt sich zusammen aus der Differenz zwischen dem Preis der Kilowattstunde an der Großhandelsbörse und der Vergütung für die Produzenten von Ökostrom. Abhängig von der produzierten Ökostrommenge, den vom Gesetzgeber festgelegten Vergütungssätzen und den neuen Ökostromkapazitäten, die im abgelaufenen Jahr ans Netz gegangen sind, variiert auch die Umlage.

Grund für den erneuten Anstieg der EEG-Umlage für das Jahr 2016 sind die vielen Sonnenstunden im Sommer dieses Jahres und die weiter gesunkenen Preise an den Strombörsen. Die niedrigen Börsenpreise sind unter anderem eine Folge der hohen Kraftwerkskapazitäten. Einige neue Offshore-Windparks sind zusätzlich ans Netz gegangen. Da sie höher gefördert werden als die Onshore-Anlagen, treibt auch dies die Kosten in die Höhe.

Staat sollte für Entlastung und mehr Wettbewerb sorgen

Die Hauptlast der Ökostromförderung tragen bisher die privaten Haushalte. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt zahlt rund 220 Euro und mehr für die Förderung der Erneuerbaren Energien im Jahr. Viele Industriebetriebe sind dagegen von der EEG-Umlage befreit. Im Jahr 2015 waren das laut Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) über 2.700 Unternehmen.

"Der Anstieg der Ökostromumlage sollte dringend begrenzt werden. Vor allem die Streichung von Ausnahmen ist weiter notwendig. Zusätzlich könnte der Staat die Verbraucher durch die Kürzung von Steuern auf Energie etwas entlasten", erklärt Martin Weber von der 365 AG. Bei der anstehenden Reform des EEG müsse die Ökostrom-Förderung zusätzlich stärker mit Markt und Wettbewerb verbunden werden.

Hintergrundinformationen

Weitere Informationen finden hier:

MeisterStrom:       www.meisterstrom.de

Almado Energy:     www.almado-energy.de

Immergrün!:         www.immergruen-energie.de

idealenergie.de:    www.idealenergie.de

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Ökostromumlage sorgt für höhere Strompreise

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