Veröffentlicht am 15.11.2019   Universitätsklinikum Regensburg

Auslandspraktika für PflegeCampus-Schüler

Interkulturelle Kompetenzen spielen im Pflegeberuf heute eine große Rolle. Um diese zu fördern, werden im PflegeCampus Regensburg jedes Jahr Auslandspraktika in der Schweiz oder in der Tschechischen Republik angeboten.

Ein fremdes Land kennenlernen, neue Kontakte knüpfen und in eine andere Kultur eintauchen – das sind die Möglichkeiten, die europäische Austauschprogramme wie erasmus+ bieten. Unter Studierenden hat dieses Programm längst genügend Anhänger gefunden, in Ausbildungsberufen ist es dagegen bislang noch wenig bekannt. Nicht so am PflegeCampus Regensburg. Die Berufsfachschule für Krankenpflege bietet ihren Schülern jedes Jahr bis zu acht Plätzen im erasmus+-Programm in der Schweiz und der Tschechischen Republik. Vorgesehen ist der zwei- bis dreiwöchige Auslandsaufenthalt jeweils für das dritte Ausbildungsjahr. In diesem Jahr absolvierten im Oktober vier Schüler ein Praktikum in Pilsen, zwei zog es an das Berner Bildungszentrum und dessen Kooperationspartner.

„Die Schüler können während ihres Auslandsaufenthalts in ein gewohntes und doch ganz neues Arbeitsumfeld reinschnuppern. Da sich unser Gesundheitssystem teilweise stark von denen in anderen Ländern unterscheidet, lernen die Schüler die medizinisch-pflegerische Versorgung unter anderen Rahmenbedingungen kennen. Dabei wächst in ihnen das Verständnis für andere Kulturen und die interprofessionelle Zusammenarbeit. Diese Erfahrungen lassen sich später hervorragend in den Arbeitsalltag integrieren“, erklärt Projektkoordinatorin Barbara Oberhammer das Ziel des Programms.

Kennenlernen anderer Gesundheitssysteme und Kulturen

Für das Programm können sich alle Schüler ab dem dritten Ausbildungsjahr bewerben. Gefordert wird hierfür im ersten Schritt ein Motivationsschreiben, das von der Projektkoordinatorin sowie dem Schulleiter Felix Schappler geprüft wird. „Bei der Auswahl der Bewerber ist es uns sehr wichtig, zu erfahren, was die Schüler antreibt und motiviert. Für die Entscheidung spielen dann ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle, beispielsweise das Engagement eines Schülers, aber auch seine schulischen Leistungen und das Englischniveau“, so Schappler über den Auswahlprozess am PflegeCampus Regensburg.

Während ihrer Zeit im ausländischen Krankenhaus hospitieren die Gastschüler in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitssystems vor Ort. Der Aufenthalt wird eng begleitet, zum einen durch Reflexionseinheiten an den jeweiligen Bildungszentren, zum anderen auch durch die Projektkoordinatorin aus Regensburg. Im Austausch mit ihren Kollegen sowie in der praktischen Arbeit lernen sie so andere Gesundheitssysteme in Europa sowie kulturelle Eigenheiten und Unterschiede kennen. „Die Schüler bekommen außerdem Einblick in Strukturen und Prozesse der Partner-Krankenhäuser. Ihre Erfahrungen können sie nach ihrer Rückkehr bei ihren praktischen Einsätzen auf Station einfließen lassen“, führt Barbara Oberhammer weiter aus. „Außerdem arbeiten wir in unserem Berufsalltag immer häufiger auch mit ausländischen Patienten. Die Schüler werden so bereits in der Ausbildung stark für den Umgang mit Themen aus anderen Kulturen sensibilisiert.“

Europaweit über zehn Millionen Teilnehmer

Während der Auslandsaufenthalt in Tschechien über erasmus+ finanziert und vom Koordinierungszentrum deutsch-tschechische Austausche tandem e.V. unterstützt wird, erfordert das Schweizer Auslandspraktikum etwas mehr Eigenleistung. Jedoch werden auch hier die Unterkunft und ein sogenannter „Student Buddy“ als Hilfestellung bereitgestellt.

erasmus+ ist ein bewährtes Programm innerhalb der Europäischen Union, das junge Menschen und Kulturen miteinander verbindet. Neben den 28-EU-Mitgliedsstaaten beteiligen sich mittlerweile auch Island, Liechtenstein, Norwegen, Mazedonien, Serbien und die Türkei daran. Im Juni 2019 verzeichneten die Organisatoren rund zehn Millionen Teilnehmer europaweit.

Neuss - Veröffentlicht von myconvento.com

Weiterführende Links

Spitze in der Medizin. Menschlich in der Begegnung.

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe. Es bietet in 31 human- und zahnmedizinische Kliniken, Polikliniken, Instituten und Abteilungen fast das komplette medizinische Fächerspektrum an und verfügt über 839 Betten sowie 52 tagesklinische Behandlungsplätze.
Ausgerichtet ist das Universitätsklinikum Regensburg auf Hochleistungsmedizin mit besonderem Fokus auf Transplantations- und Intensivmedizin sowie onkologische und kardiovaskuläre Erkrankungen. Bei der durchschnittlichen Fallschwere („Case-Mix-Index“) liegt das UKR mit an der Spitze der deutschen Universitätsklinika. Neben der Patientenversorgung ist das UKR gemeinsam mit der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg für die Ausbildung von ca. 2.000 Studierenden (Human- und Zahnmedizin) sowie für die medizinische Forschung verantwortlich. Gemeinsames Ziel aller Mitarbeiter sind die optimale medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten sowie ein wertschätzendes Miteinander im Team.

Weitere Meldungen

Einsatz von Künstlicher Intelligenz - Endoskopie der Zukunft

Die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) erhält von der Bayerischen Forschungsstiftung eine Forschungsförderung in Höhe von 117.000 Euro für die Durchführung des wissenschaftlichen Projekts „Neuronale Netze in der Cholangioskopie“. Im Projekt soll bei einer Gallengangendoskopie (Cholangioskopie) mit Hilfe „Künstlicher Intelligenz“ (KI) zwischen entzündlichen und bösartigen Veränderungen der Gallengänge unterschieden und diese Technik für eine bessere Versorgung der Patienten anwendbar gemacht werden.

„Herzenssache Lebenszeit“ – Info-Bus am 28. Mai 2022 zwischen 12:00 und 16:00 Uhr auf dem Neupfarrplatz

Laut Statistischem Bundesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, noch vor Krebserkrankungen, für die häufigsten natürlichen Todesfälle verantwortlich. So sterben in der Bundesrepublik Deutschland deutlich mehr als 320.000 Menschen jährlich an den Folgen von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Erkrankungen des Kreislaufsystems. In vielen Fällen könnten diese Erkrankungen aber durch gezielte Risikoerkennung und Prävention verhindert werden. Spezialisten und Fachärzte der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) sowie der Klinik für Neurologie und Kardiologie des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg informieren im Rahmen der Info-Tour „Herzenssache Lebenszeit – Diabetes, Schlaganfall, Herzschwäche“ über präventive Maßnahmen, um dies...

Für die oben stehende Pressemitteilung sowie möglicher Mediadateien ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo rechts) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton und Informationsmaterialien. Die Convento GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Convento GmbH gestattet.